Eigen- und Fremdüberwachung

  • Kontinuierliche Eigenüberwachung
  • Fremdüberwachung durch unabhängige Prüfinstitute oder vereidigte Holzschutzsachverständige

Jedes Unternehmen, das einen Antrag auf Verleihung des Gütezeichens stellt, muss sich zunächst einer Erstprüfung unterziehen, die von einem geeigneten Prüfinstitut oder öffentlich bestellten, vereidigten Holzschutzsachverständigen durchgeführt wird.

Hierbei muss u.a. der Nachweis erbracht werden, dass alle technischen Anlagen und die Imprägnierung den strengen Anforderungen der Gütegemeinschaft entsprechen und das Unternehmen in der Lage ist, eine laufende Qualitätskontrolle durchzuführen.

Erst wenn das Prüfergebnis positiv ausgefallen ist kann das Gütezeichen verliehen werden.

Mit der Berechtigung zur Führung des Gütezeichens verpflichtet sich der jeweilige Hersteller nicht nur zur Einhaltung der hohen Qualitätsstandards der Gütegemeinschaft, sondern auch zur Durchführung einer kontinuierlichen Eigenüberwachung der Produktion.

Zusätzlich muss er sich mindestens zwei Mal im Jahr einer so genannten Fremdüberwachung unterziehen. Dabei kontrolliert ein geeignetes Prüfinstitut oder ein öffentlich bestellter, vereidigter Holzschutzsachverständige an Hand einer detaillierten Prüfliste, ob alle in den Güte- und Prüfbestimmungen festgelegten Vorgaben der RAL-Gütegemeinschaft erfüllt sind.

Schwerwiegende Verstöße werden mit dem Entzug des Gütezeichens geahndet.

So setzen wir unseren Slogan „Mit Sicherheit haltbar“ in die Praxis um.

Prüfkriterien

1. Prüfungen im Rahmen der Eigenüberwachung

  • Qualität, Bearbeitung und Lagerung der Rohhölzer,
  • Holzfeuchte vor der Imprägnierung,
  • Tränkerfolg (Eindringtiefe, Einbringmenge) in Abhängigkeit von der Gebrauchsklasse,
  • Überwachung der Schutzmittellösungen,
  • Führung von Tränkprotokollen und -diagrammen für jede Tränkcharge,
  • Lagerung und Kennzeichnung der imprägnierten Hölzer.

2. Prüfungen im Rahmen der Fremdüberwachung

 Anhand einer Prüfliste

a)    Indirekte Kontrolle: 

  • Aufzeichnungen aus der Eigenüberwachung, wie z. B. der Tränkprotokolle und -diagramme, der Eindringtiefenmessergebnisse der Bohr- bzw. Querschnittsproben sowie der Ergebnisprotokolle der Schutzmittelanalysen

b)    Direkte Kontrolle:

  • Qualität und Lagerung bereits bearbeiteter und zur Imprägnierung bereitgestellter Rohhölzer,
  • Holz- und Imprägnierqualität der gütegesicherten Hölzer incl. Entnahme zusätzlicher Bohr- oder Querschnittsproben und Analysen
  • Laufende Produktion und ordnungsgemäße Funktion der Einrichtung zur Durchführung der Imprägnierung gemäß GuP,
  • Vakuumpumpenleistung (mind. einmal pro Jahr).